wirtschaftliche Fakten

Raumfahrt schafft Arbeitsplätze

RUAG Schweiz AG, Space..

RUAG Schweiz AG, Space..

In der Schweizer Raumfahrtindustrie arbeiten über 900 hoch qualifizierte Mitarbeitende, die Innovation auf höchster Ebene und modernste Raumfahrttechnologie weltweit liefern.

Fördert die Wirtschaft

Credits: SOHO (ESA & NASA)

Credits: SOHO (ESA & NASA)

Das in der Raumfahrttechnik erworbene Know-how bei Konstruktion (mit Schwerpunkt auf leicht, robust, Null-Fehler-Toleranz), Spezialverfahren, Materialien, spezifischen Qualitätsanforderungen und Infrastruktur (Reinräume, Vakuumkammern, Prüfstände) fördert die Entwicklung von Produkten und Applikationen, die ausserhalb der Raumfahrt Anwendung finden, beispielsweise in der Halbleiterindustrie. RUAG Space bietet mechanische Lösungen für kommerzielle Aperturblenden in der Lithografie. Auch im medizinischen Bereich profitiert RUAG Space von seinem Raumfahrt-Know-how im Tieftemperaturbereich. RUAG Space liefert kryogene Proben- und Positioniervorrichtungen für medizinische Spektrometer. (Quelle: RUAG Space)

ANWENDUNGEN NUTZEN UNS ALLEN

PULSEAR, CSEM

PULSEAR, CSEM

Technologische Anwendungen, die für Raumfahrtaktivitäten im Rahmen von ESA-Programmen entwickelt wurden, führten in den letzten zwei Jahren von über 270 Anwendungen ausserhalb der Raumfahrtsparte (http://www.esa-tec.eu/ Technologietransfer Datenbank der ESA), was der Industrie in entscheidendem Masse zugutekommt. Beispiel: PULSEAR ist ein in einen Kopfhörer integriertes Pulsmessgerät. Es wurde vom CSEM, einem teilprivaten Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum, entwickelt und patentiert. Die Technologie wurde nach Vorgaben der ESA in einer medizinischen Langzeitstudie entwickelt.

Innovationsschub Durch Raumfahrt

Copernicus data (2015 ESA)

Copernicus data (2015 ESA)

In den vergangenen zehn Jahren bewirkte der Schweizer Beitrag zur ESA von durchschnittlich etwa CHF 150 Mio. jährlich einen enormen Innovationsschub in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von über 80 Schweizer Unternehmen. (Quelle: Schweizer ESA-Auftragnehmer, SSO, SBFI) 

 

Die Schweiz profitiert - Beispiele

  • Die Schweiz hat sich mit 3% an den ESA/EUMETSAT-Wettersatellitenprogrammen beteiligt und hat das Recht, die gesamten Funktionen des teilweise in der Schweiz gebauten Satelliten zu nutzen. Der Gesamtnutzen aus den Metop-Wettersatelliten der zweiten Generation wird auf das 15- bis 60-Fache der in das Satellitenprogramm investierten 3 Mrd. EUR in den nächsten 20 Jahren geschätzt. Die Schweiz nutzt die Satellitendaten, um ihre Bevölkerung und ihre Infrastruktur vor Erdrutschen und wetterbedingten Gefahren zu schützen. (Quelle: Eumetsat: The Case for EPS/Metop-SG: Cost Benefit Analysis – EUM/C/75/DOC/04)
     
  • Die Schweizer Flugsicherung Skyguide schätzt, dass die Kapazität der Schweizer Flughäfen im Jahresdurchschnitt um rund 30% niedriger wäre, wenn keine Wetterdaten vorlägen, von den Vorteilen der Satellitennavigation ganz abgesehen.
     
  • Schätzungen zufolge beträgt der wirtschaftliche Nutzen von Wettervorhersagedaten für den Schweizer Transportsektor zwischen CHF 86 Mio. und CHF 100 Mio. jährlich. (Quelle: Willemse, S. (2011): WMO RA VI SEB Conference: Swiss study of economic benefits to the transport sector)
     
  • Copernicus ist ein Programm der Europäischen Kommission, das Satellitendaten für den Schutz der Umwelt und die zivile Sicherheit weltweit zur Verfügung stellt. Die Schweiz produziert nicht nur wichtige Teile für die Satelliten, sondern ist auch mit etwa 20 000 Downloads der bisher siebtgrösste Datennutzer in Europa. Die heruntergeladenen Daten können beispielsweise für Forschungen auf dem Gebiet des Klimawandels genutzt werden. (Quelle: ESA/PB-EO)